„Babylon Berlin“: Ab ins Ausnahmejahr 1929

Kommunisten, Koks und Krise – die TV-Serie „Babylon Berlin“ entführt ins Berlin des Jahres 1929. Die rasante Zeitreise startet am Sonntagabend ab 20:15 Uhr. Wer wissen will, was ihn zwischen Maikrawallen und Börsenkrach erwartet, für den gibts zwei spannende Hörtipps rund um das Jahr 1929.

Am Sonntagabend ab 20:15 Uhr ist es endlich soweit. Dann startet das Erste zur größten Zeitreise, die im deutschen Fernsehen je stattgefunden hat. „Babylon Berlin“ entführt ins Berlin des Jahres 1929. Und das so realistisch, als stünde man wirklich mitten im schillernd-verruchten berliner Nachtleben.

So extravagant wie Spree-Athen in den gar nicht so goldenen 20er Jahren, so opulent ist auch „Babylon Berlin“ angelegt. Keine deutsche TV-Produktion war bislang so teuer, keiner wurden im Vorfeld schon so viele Lorbeeren mitgegeben. Die Serie zeigt nicht nur den Wahnsinn einer Stadt im Jazz- und Kokainrausch, sie erzählt auch einen absolut packenden Kriminalfall – genauer gesagt sogar mehrere.

Im Zentrum steht der frisch aus Köln nach Berlin versetzte Kommissar Gereon Rath, bekannt aus den sehr zu empfehlenden Romanen von Krimiautor Volker Kutscher. Schon nach kurzer Zeit bekommt es Rath mit einem Pornoring zu tun, mit einer mysteriösen Wasserleiche, einem russischen Goldschatz – und ganz nebenbei mit einer Weltmetropole, die zwischen Kommunisten und Nazi-Schlägern zeitlupenhaft langsam in die Katastrophe taumelt.

Klingt reißerisch? Das war meine volle Absicht. Zum Glück könnt ihr euch selbst ein Bild von dieser Ausnahmeserie machen, denn „Babylon Berlin“ wird mit Audiodeskription ausgestrahlt. Das ist ein Segen, denn sonst hätten blinde Zuschauer von der Handlung ungefähr so viel wie von einem der 1929 so beliebten Stummfilme. Naja, zumindest über weite Strecken. Denn nicht wenige Szenen spielen sich auf russisch ab, und die dort geführten Dialoge sind für den Plot alles andere als unwichtig.

Einglühen mit Podcast und TV-Doku

Natürlich werde ich versuchen, in nächster Zeit wieder direkte Links auf die Folgen von „Babylon Berlin“ in unserem Blog anzubieten. Das Feedback zu meinen Heiland-Artikeln hat mich darin bestätigt, dass sich nicht unbedingt jeder gern durch die Mediatheken wühlt. Bislang hat „Babylon Berlin“ 16 Folgen. Die ersten drei Folgen laufen diesen Sonntag ab 20:15, weitere Folgen werden dann immer Donnerstags zur gleichen Zeit laufen.

Wer sich vorher schon mal ins Jahr 1929 einhören und -glühen möchte, für den habe ich noch zwei besondere Tipps.

Die Radioserie 1929 – das Jahr Babylon erzählt in sechs Folgen über ein Jahr des Umbruchs, ein absolutes Ausnahmejahr nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Welt. RadioEins-Autor Volker Heise schildert das Jahr anhand von sechs realen Kriminalfällen, von denen sich immer einer als roter Faden durch eine Folge zieht.

Wer dazu auch Bilder sehen möchte sei auf die gleichnamige ARD-Doku verwiesen, die in 45 Minuten ebenfalls die Geschehnisse von 1929 nacherzählt.

Mit dem Jahr 1929 ist die Geschichte um Gereon Rath aber noch nicht zu Ende. Auch die folgenden Jahre bieten eine Menge Stoff für weitere Berlin-Krimis. Daher bin ich sehr gespannt, wie sich „Babylon Berlin“ bis hierhin so schlägt und natürlich auch, ob dieses TV-Event auch euch treue Hörfutter-Leser begeistern kann.

Ein Gedanke zu „„Babylon Berlin“: Ab ins Ausnahmejahr 1929“

  1. Lieber Thorsten,
    Ach was tut es gut deine Blogeinträge hier zu lesen. Deine Zusammenfassung von Babylon Berlin kann ich mir sofort als Stimme in meinem Kopf vorstellen.
    Auch wir haben uns gestern die ersten drei Folgen angesehen und fanden es einen gelungenen Beginn. Ich bin schon gespannt wie es weiter geht.
    Ich schicke dir ganz liebe Grüße aus Würzburg.
    Maike

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