„Gott helfe mir, Amen!“: Ein Radio-Hörlights-Special rund um 500 Jahre Martin Luther

Im Lutherjahr 2017 ist der Reformationstag am 31. Oktober sogar ein Feiertag. Klar dass sich dann auch im Radio einiges um Martin Luther dreht. Frei nach Luther habe ich dem Radio diese Woche aufs Maul geschaut und nur die besten Hörspiele und Features rund um den Reformator rausgepickt – plus ein paar Überraschungen.

Zu allererst mein absoluter Top-Geheimtip für den Feirtag:

  • „Martin Luther – Glaube versetzt Berge“ von Maja Nielsen. Die spannende Lebensgeschichte eines Mannes, der für seinen Glauben Kopf und Kragen riskierte. Als der Augustinermönch Martin Luther am 31. Oktober vor 500 Jahren seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche anschlägt, ahnt niemand, dass er damit die Christenheit vonGrund auf erschüttern wird. Unerschrocken stellte er sich gegen die mächtigsten Männer seiner Zeit. Mit seiner Bibelübersetzung beeinflusste er die Entwicklung der deutschen Sprache. Seine Wortschöpfungen verwenden wir heute in unserer Alltagssprache. Was prägte den großen Reformator? Was trieb ihn an? Was können wir von ihm lernen? Und wo irrte er? Feature im Stil von „Abenteuer und Wissen“ für Kinder und Erwachsene, zu hören am Dienstag, 08:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur hier live hören
    und 19:05 auf WDR5 hier live hören

Am Montagabend ermittelt Martin Luther sogar in einem Mordfall:

  • „Aus tiefer Not“ von Matthias Eckoldt. April 1521, Reichstag zu Worms. Martin Luther hat seine kirchenfeindlichen Thesen nicht widerrufen. Stattdessen findet man einen erhängten Mann in einer Druckerei, die Luthers Schriften verbreitet hat. Schnell verdichten sich die Hinweise, dass der Tote selbst ein Mörder war – und zu dem Mord angestiftet hat ihn offenbar kein anderer als Martin Luther. Um der Folter zu entgehen, beginnt der Reformator nun selbst zu ermitteln. Zu hören ist der Luther-Krimi am Montag, 21:30 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur hier live hören

Sehr Passend auch dieses schräge Aufeinandertreffen von Judentum und Christentum:

  • „Der koschere Himmel“ von Lothar Schöne. Bernhards jüdische Mutter Rosa ist gestorben. Ihr letzter Wille ist, an der Seite ihres Mannes beerdigt zu werden, der ihr im Dritten Reich das Leben gerettet hat. Aber das ist gar nicht so einfach. Der Mann war Christ und liegt auf dem städtischen Friedhof, was den örtlichen
    Rabbiner davon abhält, Rosas letzten Wunsch zu erfüllen. Montag, 19:04, WDR3 hier live hören

Und hier noch zwei rebellische Stimmen aus unserer Zeit:

  • „#South Side Matters“ von Christian Lerch. Ein weißer Priester zwischen Ganggewalt und Waffenlobby. Vor der Auslage von Chuck’s Gunshop am Rande Chicagos liegt der 68jährige katholische Priester auf dem Gehsteig mit einem Megafon in der Hand. Wütend fordert Father Mike die Schließung des Geschäftes und schreit: „Wir können nicht so tun, als hätten wir die Situation im Griff“, bis ihn die Polizei wegträgt. Seit 40 Jahren kämpft Michael Pfleger gegen die Brutalität der Gangs in Chicagos Süden. Dem weißen Pfarrer in einem afroamerikanischen Viertel geht es weniger um das Seelenheil seiner Gemeinde, vielmehr konfrontiert er laut und provokativ die drittgrößte Stadt der USA mit ihren Sünden: der Waffengewalt, dem Rassismus und der ökonomischen Ausgrenzung. Feature, zu hören Mittwoch, 12:05, WDR5 hier live hören

  • „Ziemlich unkontrollierbar – Die Liedermacherin Bettina Wegner“ von Christian Buckard. Im Westen ist die deutsche Liedermacherin Bettina Wegner vor allem für ihre Liedzeile „Sind so kleine Hände“ berühmt. Für die Menschen im Osten Deutschlands ist die Sängerin eine Ikone des Widerstands gegen die SEDDiktatur. Das Feature nähert sich dem Menschen jenseits der Legende an: einer Frau, die bis heute singt, sagt und tut, wozu sie Lust hat. Mittwoch, 22:00 Uhr, MDR Kultur hier live hören

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