Tote Luchse, tote Mädchen: Die Radio-Hörlights vom 14. bis 17. August 2017

Die Woche fängt ja gut an. Am Montag wird erstmal ein Luchs totgefahren und ab Donnerstag verwandeln sich hübsche Mädchen in blutdürstige Roboter. Zwischendurch gibts noch einen Durchbruch im Keller.

Montag, 14. August

„Die Nacht des Luchses“ von Kai Hensel (Hörspiel / Krimi)

Worum gehts?: Der Bundestagsabgeordnete Warberg will den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten stoppen – ein taktischer Schachzug, der sich in nur einer Nacht zur Tragödie entwickelt. Auf dem Rückweg von einer Parteiveranstaltung überfährt sein Assistent Steffens einen Luchs. Er stammt, wie sich später herausstellt, aus einem nahen Wildgehege. Als sie den Schaden begutachten wollen, bemerken sie ein Blitzlicht, und nachdem sie das schwer verletzte Tier in den Kofferraum gepackt haben, folgt ihnen ein Wagen. Kurze Zeit später hat Warberg ein kompromittierendes Foto auf seinem Handy, er wird erpresst …

Warum hören?: Politkrimi um Intrigen, Verrat und Lüge.

Wann und wo läufts?: Ab 21:30 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur hier direkt hören

Dienstag, 15. August

„Grenzland – Pioniere, Zivilisationsflüchtlinge und Beduinen in der israelischen Negev-Wüste“ von Daniel Cil Brecher (Feature)

Worum gehts?: Die Negev-Wüste ist immer noch nicht vollständig erschlossen. Einst als Landreserve für einwandernde Juden gedacht, wohnen und arbeiten hier nur 7 Prozent der Bevölkerung. Der größte Teil ist militärisches Sperrgebiet. Die Beduinen, deren Siedlungen und Weidegebiete sich einst über die gesamte Wüste erstreckten, sind auf ein kleines Reservat zurückgedrängt. Jerusalem fördert indessen in einem der entlegensten Gebiete des Negev eine High-Tech- Landwirtschaft an der Grenze zu Jordanien. Mit staatlicher Förderung werden Juden aus dem In- und Ausland angelockt, um dieses Gebiet stärker zu besiedeln. Und die Spannungen zwischen Juden und Beduinen nehmen zu.

Warum hören?: Mal was über die 60 % des Landes Israel, die in den Nachrichten sonst eher nicht vorkommen.

Wann und wo läufts?: Ab 19:15 auf Deutschlandfunk hier direkt hören

Mittwoch, 16. August

„Die große Leere – wenn Frauen bereuen, Mutter geworden zu sein“ von Franziska Storz (Feature)

Worum gehts?: Zum Kindergeburtstag müssen es selbst gebastelte Einladungen sein, Marmorkuchen ist nicht mehr genug. Mütter sollen immer mehr leisten, nebenbei sollen sie voll arbeiten, wenn es geht erfolgreich sein. 23 Frauen machten den Anfang. In einer Studie der israelischen Soziologin Orna Donath bekannten sie sich, ihre Mutterschaft zu bereuen und beschrieben ihr Leben als Mutter in drastischen Worten: „Zeitvergeudung“, „30 Jahre Leiden“ oder „Versklavung“.

Warum hören?: Orna Donath bekam Rückmeldungen von Frauen aus allen Teilen der Welt und bilanziert: Aus Deutschland haben sich die meisten Frauen gemeldet. Kinderlose Frauen bedankten sich, dass sie das rosarote Bild der Mutterrolle mit Grautönen versehen habe.

Wann und wo läufts?: Ab 00:05 Uhr auf Deutschlandfunk hier direkt hören

„Der Durchbruch“ von Peter Steinbach (Hörspiel / historisch)

Worum gehts?: Ein KZ-Häftling, ein blinder Mathematikprofessor und eine junge Jüdin planen die Flucht während eines großen Luftangriffs. Der KZ-Häftling muss im Keller zwischen zwei Wohnungen einen Durchbruch bauen, damit man sich bei Luftangriffen unter den Häusern bewegen kann. Hammerschlag
für Hammerschlag dringt er weiter in den Kellerraum des Mathematikprofessors vor. Durch das größer werdende Loch in der Mauer wird offenkundig, dass der Professor dort unten ein junges Mädchen versteckt: Sie ist eine geflohene Jüdin …

Warum hören?: Eine Fluchtgeschichte aus ungewöhnlicher Perspektive, die mit nur wenigen Sprechern auskommt.

Wann und wo läufts?: Ab 19:00 Uhr auf WDR3 hier direkt hören
Achtung: Das Hörspiel hat 2 Teile. Teil 2 läuft am Donnerstag, 17. August ab 19:00 Uhr auf WDR3 hier direkt hören

Donnerstag, 17. August

„Der Durchbruch“ von Peter Steinbach (Hörspiel / historisch)

Worum gehts?: Ein KZ-Häftling, ein blinder Mathematikprofessor und eine junge Jüdin planen die Flucht während eines großen Luftangriffs. Der KZ-Häftling muss im Keller zwischen zwei Wohnungen einen Durchbruch bauen, damit man sich bei Luftangriffen unter den Häusern bewegen kann. Hammerschlag
für Hammerschlag dringt er weiter in den Kellerraum des Mathematikprofessors vor. Durch das größer werdende Loch in der Mauer wird offenkundig, dass der Professor dort unten ein junges Mädchen versteckt: Sie ist eine geflohene Jüdin …

Warum hören?: Eine Fluchtgeschichte aus ungewöhnlicher Perspektive, die mit nur wenigen Sprechern auskommt.

Wann und wo läufts?: Ab 19:00 Uhr auf WDR3 hier direkt hören
Achtung: Das Hörspiel hat 2 Teile. Teil 1 lief am Mittwoch, 16. August ab 19:00 Uhr auf WDR3 hier direkt hören

„Tote Mädchen“ von Richard Calder (Hörspiel / SF)

Worum gehts?: Wir befinden uns in Großbritannien im Jahr 2071. Ein Virus verwandelt pubertierende Mädchen in bluthungrige Cyborgs, „tote Mädchen“. Wer als Mann mit ihnen Kontakt hat, zeugt selbst nur noch Automatenfrauen. Die regierende Partei „Human Front“ ruft zum Massaker an den „Puppen“ auf und riegelt London hermetisch ab. Doch der junge Ignatz weigert sich, seine Geliebte Primavera, die durch einen Virus zum „Cyborg“ geworden ist, auszuliefern.

Warum hören?: Post-Cyberpunk-Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman. Härtere, schnellere Gangart, wie bei Eins Live üblich.

Wann und wo läufts?: Ab 23:00 Uhr auf WDR Eins Live hier direkt hören

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